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- Bewegung in der Kommunikation -

Weblog-Archiv für 7. Juli 2008

Sprachpapst Prof. Wolf Schneider über die Bankensprache…

Verfasst von heddesheim am Juli 7, 2008

Ein schönes Zitat vom Sprachpapst Prof. Wolf Schneider (83): „Ich habe das Gefühl, vom lieben Gott ganz gut behandelt worden zu sein. Dass ich jetzt hauptberuflich genau das tue, was mir Spaß macht und wonach eine ganze Branche fragt, ist schon ein schönes Gefühl.“ Dies spürte ich auch beim IX. Asset Management Kongress in Frankfurt.

Seit 1995 hält Wolf Schneider Sprachseminare für Presse und Wirtschaft und ist Ausbilder an Journalistenschulen. Er schrieb 26 Sachbücher, darunter Standardwerke wie „Deutsch fürs Leben“.

Prof. Schneider referierte in seinem Vortrag über die Kommunikation der Banken. Einige Auszüge aus seinem Vortrag:

„Ein Bemühen der Finanzbranche, dem Kunden etwas mitzuteilen, ist nicht erkennbar. Die Banken bedienen sich eines lieblosen Jargons, der auf die Wünsche und Bedürfnisse des Adressaten keine Rücksicht nimmt. Die entsprechende Frage lautet: Geschieht das fahrlässig?“

„ Die Banken müssen sich fragen, ob es überhaupt ihre Absicht ist, zu informieren. Wenn mir meine Bank einen Brief schreibt, in dem sie mir mitteilt: „Die Geschäftsbedingungen sind geändert worden“, will sie mich einschüchtern, nicht informieren. Sie hätte auch sagen können: „Wir bitten Sie, mit einer Änderung der Vertragsbedingungen einverstanden zu sein“. Dann hätte ich jedoch gemerkt, dass ich Vertragspartner bin. Meine Bank bediente sich einer autoritären aggressiven Floskel, um mir mitzuteilen: „Halt Du bloss die Schnauze.“

Darüber lohnt sich nachzudenken…

Dazu passt auch die folgende Untersuchung über Bank-Kundenwünsche….


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Das Kamel und die Ameise…

Verfasst von heddesheim am Juli 7, 2008

Einmal weidete ein Kamel in der Steppe und sah im Gras zu seinen Füßen eine winzige kleine Ameise. Die kleine Ameise schleppte einen großen Halm, zehnmal größer, als sie selbst war.

Das Kamel sah ihr eine Weile zu, wie sie sich abschleppte, und meinte dann:

„Je länger ich dir zuschaue, desto mehr bewundere ich dich.

Du schleppst, als wäre das gar nichts, einen Strohhalm, zehnmal größer als du selbst bist. Und ich knicke schon unter einem einzigen Sack ein. Wie kommt das?“

„Wie das kommt?“ meinte die Ameise und hielt eine Weile inne. „Es ist, weil ich für mich selbst arbeite und du dür deinen Herrn!“

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