Es entwickelt sich eine ernste Krankheit in Deutschland – die Jammerkultur. Bevor ich über erstaunliche Effekte erzähle, möchte ich Maria-Elisabeth Schaeffler zu ihrem Erfolg gratulieren. Es gibt sie noch jene Unternehmerinnen die mutig und unkonventionell sind. Die Schaeffler-Gruppe will den „Reifenriesen“ Continental übernehmen! Respekt.
Zur Einstimmung einige Infos über den „Rosenthal-Effekt“:
Der amerikanische Psychologe Robert Rosenthal analysierte, welchen Einfluß der Versuchsleiter in psychologischen Experimenten auf das Verhalten von „Versuchspersonen“ oder auch Versuchstieren hat.
Der „Rosenthal-Effekt“ – Beeinflussung des Ergebnisses durch die Erwartungen des Experimentators – ist bei menschlichen „Versuchsobjekten“ noch wesentlich wirksamer als im Tierexperiment. Rosenthal testete z. B. zu Beginn eines Schuljahres alle Kinder der 18 Klassen einer Schule. Dann gab er den Lehrern die Namen einzelner Schüler, die dem Testergebnis zufolge eine „ungewöhnlich gute schulische Entwicklung“ nehmen sollten (insgesamt 20% der Schüler). Die Namen der „Hochbegabten“ waren wiederum streng nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. In den höheren Schulklassen hatte die Lehrererwartung nur einen geringen Einfluß auf die Leistung der Schüler, in den unteren Klassen war der Effekt jedoch dramatisch:
Am Ende des Schuljahres hatten die vermeintlich „Hochbegabten“ nach dem Ergebnis eines Schulleistungstests einen großen Vorsprung gegenüber den anderen Schülern. Die Tendenz psychologischer Testergebnisse, die Umwelt des Getesteten so zu beeinflussen, daß die „Test-Prophezeihung“ auch wirklich eintritt („sich selbst erfüllende Prophezeihung“) ist nur ein Sonderfall des „Rosenthal-Effekts“ (Quelle: Legewie&Ehlers 1992, 10f).
Also um es in aller Deutlichkeit zu sagen:
Die Freude an der Leistung wird die Zukunft entscheiden. Sollten wir uns nicht viel mehr zutrauen? Wir brauchen Menschen, Meinungsbildner und UnternehmerInnen die aktiv sind. Die Mutig sind Neues zu entwickeln und querdenken. So wie es Frau Schaeffler lebt – sie hat eine Vision und wird diese neuen Herausforderungen glänzend meistern.
Max Fritsch hat einmal gesagt: „Die Krise ist ein ungemein produktiver Zustand – wenn man ihr den Geschmack der Katastrophe nimmt.“
Worauf warten wir noch…?