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- Bewegung in der Kommunikation -

Weltweit größte Kinderhypnotagung in Heidelberg am 29.10 bis 01.11.2009

Verfasst von heddesheim am Oktober 28, 2009

Schwerpunktthema 2009: Erziehung

Klinische Hypnosebehandlungen bei Kindern und Jugendlichen – das belegen wissenschaftliche Untersuchungen immer wieder – sind gerade bei Problemen wie das AD(H)S, Migräne, Bettnässen und Schlafstörungen der alternative Schlüssel für eine erfolgreiche Therapie. Das zeigt das Beispiel „Zappelphilipp-Syndrom“ AD(H)S: Experten schätzen die Anzahl der AD(H)S-Patienten im Kinder- und Jugendalter auf ungefähr fünf Prozent, das entspricht etwa 500.000 Kindern zwischen sechs und 18 Jahren. Umso wichtiger sind individuelle Therapiemaßnahmen, um den Kindern und ihren Eltern ein normales Leben zu ermöglichen. Ein wirksames Verfahren ist die Hypnosetherapie: Sie verändert die Hirnaktivität und wirkt sich positiv auf Konzentrations- und Leistungsfähigkeit aus.

Mit diesen und vielen anderen Themen beschäftigt sich vom 29. Oktober bis 1. November 2009 die zum sechsten Mal stattfindende „Kindertagung“. Über 1.700 Teilnehmer werden zu der Veranstaltung erwartet und das macht die Tagung zum weltweit größten Hypnosekongress seit 1995. Renommierte Kinder- und Jugendlichentherapeuten aus dem psychosozialen, medizinischen und pädagogischen Bereich diskutieren über hypnotherapeutische Konzepte und systemische Familientherapie als kreative Behandlungsformen. Darüber hinaus behandelt die Kindertagung stets ein wechselndes Schwerpunktthema, dieses Jahr geht es um Erziehung. Aktuell und brisant zugleich – sorgen doch Bücher wie Michael Winterhoffs „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“, Bernhard Buebs „Lob der Disziplin“ sowie Reality TV-Formate wie „Die Supernanny“ immer wieder für Diskussionsstoff.

Thema Erziehung – so aktuell wie nie

Im Fokus der sechsten Kindertagung stehen sechs Hauptvorträge überwiegend zum Thema Erziehung. Der Psychoanalytiker und Familientherapeut Prof. Dr. Horst-Eberhard Richter, der seit Jahrzehnten mit seinen Bestsellern („Lernziel Solidarität“, „Flüchten oder Standhalten“, „Krise der Männlichkeit“, etc.) immer wieder eine Brücke zwischen Psychologie und Gesellschaftspolitik schlägt, wird in seinem Vortrag „Lernziel: Verantwortung“ zur aktuellen politischen Situation im Zuge der Finanzkrise Stellung beziehen. Bernhard Trenkles Analyse „Wie Mann als Hypno- und Familientherapeut seine Kinder erzieht“ schlägt humorvoll die Brücke zwischen Hypnotherapie und Erziehung. Er reflektiert vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen als Therapeut und Vater die Erziehung seiner mittlerweile erwachsenen Kinder. Ein weiteres Highlight ist die deutsche Premiere von Ben Furmans  „Ich schaff`s – für Eltern“, einem praktischen Programm für lösungsorientierte Erziehung. Der Finne Ben Furman M.D. gilt als Pionier des lösungsorientierten Ansatzes, einer Therapieform bei der es um konkretes Handeln und die Konzentration auf Stärken und Ressourcen statt auf Probleme geht. Seit mehr als fünf Jahren hat Furman eine eigene psychologie-bezogene Talkshow im finnischen Fernsehen. Der Professor für Pädagogik an der Universität Kaiserslautern, Prof. Dr. Rolf Arnold, geht der Aussage „Ich erziehe, wie ich erzogen wurde“ auf den Grund. Sein Vortrag befasst sich mit der selbst durchlebten Erziehung, der man manchmal eisern treu bleibt. Weitere Hauptvorträge sind: „Erziehung – ein lebenslanges Schicksal?“ von Prof. Dr. Pasqualina Perrig-Chiello aus der Schweiz  und „Konsequenzen der Kindeserziehung auf das Erwachsenendasein – eine neurowissenschaftliche Perspektive“, gehalten vom international renommierten Gehirnforscher Prof. Dr. Hans J. Markowitsch.

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Aus der Praxis für die Praxis

Ergänzend zu den Hauptvorträgen werden rund 130 praxisbezogene Workshops angeboten. Sie behandeln hypnotherapeutische Konzepte für eine Vielzahl von Problemen wie Bettnässen und Migräne. 100 Referenten, darunter viele internationale Experten, demonstrieren ihre Vorgehensweise. „Die Tagung ist so beliebt bei den Teilnehmern, weil sie viel praktisches „Handwerkszeug“ für ihre Arbeit mit den Kindern, Jugendlichen und ihren Familien mitnehmen können“, so Initiator Bernhard Trenkle. Die Idee zur Kindertagung setzte Trenkle, Diplom-Psychologe und -Wirtschaftsingenieur sowie Leiter des Milton Erickson Instituts in Rottweil, erstmalig 1990 um. Inzwischen hat sich die Tagung zu einer wichtigen internationalen Plattform für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, Kinderärzte, Heilpädagogen, Logopäden uvm. entwickelt.

 

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