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Archiv für die Kategorie ‘Gesundheit’

VIREN – IHRE TÄGLICHEN BEGLEITER – Vorsorgetipps

Verfasst von heddesheim am November 28, 2009

Die Aktion „Wir gegen Viren“ hat das Ziel, die Hygiene im Alltag zu fördern. Der Grund: Auch wenn wir sie nicht sehen, wir alle kommen jeden Tag mit Viren in Kontakt. Sie kleben an Gegenständen und an unseren Händen. Und wir geben sie an andere weiter. Wir husten und niesen sie durch die Luft, wir atmen sie ein und wieder aus.

Im Alltag wird oft vergessen, dass einige dieser Viren gefährliche Krankheiten verursachen können. Beispielsweise die Grippe, die in der Fachsprache auch Influenza genannt wird. Sie ist allein in Deutschland pro Jahr durchschnittlich für mehrere tausend Todesfälle verantwortlich. Aber auch Magen-Darm-Viren sind ein stetiges Gesundheitsrisiko.

Umso wichtiger ist die Vorsorge gegen diese Viren. Deshalb zeigen wir auch, wie Sie Atemwegs- und Magen-Darm-Infektionen durch Hygiene vorbeugen können. Wer die Hygienetipps von „Wir gegen Viren“ beherzigt, ist besser geschützt und kann andere vor Ansteckung bewahren.

Neben Atemwegs- und Magen-Darm-Infektionen gibt es noch andere ansteckende Viruserkrankungen, die weitere Schutzmaßnahmen erforderlich machen. Gegen manche Viren können Sie sich auch mit einer Impfung wappnen. Zu diesen Themen haben wir einige Webseiten in unseren Links zusammengestellt. Dort erfahren Sie, welche Ansteckungsgefahren für Sie zusätzlich bedeutsam sind. Doch in jedem Fall ist die Hygiene im Alltag ein erster wichtiger Grundbaustein für Ihre tägliche Gesundheitsvorsorge.

Weitere wichtige Tipps finden sie hier:

 

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GESUNDHEIT ADHOC jetzt auch auf Twitter

Verfasst von heddesheim am Juli 23, 2009

Jetzt wird auch bei GESUNDHEIT ADHOC getwittert. Seit kurzem werden alle Meldungen des Branchenverteilers für den Gesundheitsbereich via Twitter verbreitet. In exklusiven Informationen weisen Unternehmen, Verbände und Politik auf aktuelle Entwicklungen, Termine und Services hin.

GESUNDHEIT ADHOC erweitert damit sein Portfolio – ohne Zusatzkosten für die Kunden, aber mit einem weiteren Nutzen für die User: „Für einen schnellen Onlinedienst wie GESUNDHEIT ADHOC ist Twitter eine optimale und sinnvolle Ergänzung“, sagt Kirsten Kalaene, verantwortlich für die Kundenberatung.

AD_Gesundheit

GESUNDHEIT ADHOC ist das wesentliche Informationsmedium für Nachrichten im und für den Gesundheitsmarkt. Mehrere tausend User beziehen direkt die Meldungen aus der Branche. In den Pressemappen der Unternehmen und im Archiv sind Themen und News recherchierbar – und das seit nunmehr drei Jahren. Den täglichen Nachrichtenüberblick bietet die Tageszusammenfassung.

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Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Phytotherapie

Verfasst von heddesheim am Januar 23, 2009

Erneut wurden wissenschaftliche Forschungsarbeiten, die Beweise und neue Erkenntnisse zur Wirksamkeit der Kneipp-Therapie im Bereich Phytotherapie liefern, mit dem Sebastian-Kneipp-Preis der Sebastian Kneipp Stiftung ausgezeichnet.

In diesem Jahr wurde der Preis wie bereits 2007 geteilt. Jeweils 5.000 Euro Preisgeld erhielten Prof. Dr. Veronika Butterweck für Untersuchungen zu den angstlösenden Wirkungen der Arzneipflanzen Johanniskraut und Venezianisches Hundsgift sowie das Forscherteam Prof. Dr. Reichling und PD Dr. Paul Schnitzler für Untersuchungen zur antimikrobiellen und antiviralen Wirksamkeit zahlreicher Arzneipflanzen und ätherischer Öle.

In einer feierlichen Preisverleihung im Vortragssaal der Kneipp-Werke in Bad Wörishofen wurden die Preisträger ausgezeichnet und geehrt. Dr. Hans Horst Fröhlich, Vorsitzender der Sebastian Kneipp Stiftung: „ Sebastian Kneipp selbst hat den Wunsch geäußert, dass sich die Wissenschaft seiner Lehre annimmt. Die hervorragenden, neuen Erkenntnisse der ausgezeichneten Arbeiten wären sicherlich in seinem Sinne gewesen und sie werden seiner ganzheitlichen Therapie neue Impulse geben“.

Neue Erkenntnisse zu angstlösenden Wirkung von Johanniskraut und Venzianischem Hundsgift

Prof. Dr. Veronika Butterweck, University of Florida Gainesville/USA, erhält den Sebastian Kneipp Preis 2008 für ihre Arbeiten über die Anti-Stress-Wirkungen von Johanniskraut (Hypericum perforatum), einer Pflanze der Traditionellen Europäischen Medizin (TEM), und der Suche nach den dafür verantwortlichen Inhaltsstoffen, sowie für die Arbeit über die angstlösenden Wirkungen von Venezianischem Hundsgift (Apocynum venetum), einer Pflanze der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Untersuchung und Ergebnisse

An zwei verschiedenen Tiermodellen werden bei Mäusen Stresssituationen erzeugt. Es werden dabei Parameter erfasst, die es erlauben, das Ausmaß der dadurch entstandenen Angst zu messen und einen Angst-lösenden (anxiolytischen) Effekt nachzuweisen. Es konnte gezeigt werden, dass verschiedene Inhaltsstoffe des Johanniskrauts und auch des Venezianischem Hundsgiftes bei oraler Anwendung (Einnahme durch den Mund) einen ähnlichen anxiolytischen Effekt wie Diazepam und andere synthetische Antidepressiva und Anxiolytika haben. Dabei konnten einige Inhaltsstoffe aus beiden Pflanzen identifiziert werden, die diese Wirkungen haben und damit zumindest einen Beitrag zu der Gesamt-Wirkung leisten.

Angststörungen, Stress und Heilpflanzen
Angststörungen und Stress sind weit verbreitet. Der Einsatz von gut verträglichen, wirksamen und dennoch risikoarmen Präparaten ist daher von erheblicher medizinischer Bedeutung. Daraus resultiert die intensive Forschung zu den Effekten verschiedener, bekannter Arzneipflanzen, die solche Effekte aufweisen. Neben der antidepressiven Wirkung von Johanniskraut fanden die Forscher nun zusätzlich noch einen Stress-reduzierenden und einen Angst-lösenden Effekt. Die Arbeiten leisten damit einen Beitrag zur wissenschaftlichen Begründung und zum besseren Verständnis der durch Erfahrung gewonnenen Erkenntnisse zur Anwendung dieser Heilpflanzen.

Untersuchungen zur antimikrobiellen und antiviralen Wirksamkeit von Arzneipflanzen insbesondere ätherischen Ölen (Jürgen Reichling1 und Paul Schnitzler2)

1 Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie, Abtl. Biologie, Universität Heidelberg
2 Hygiene Institut, Abtl Virologie, Universität Heidelberg

Aus der traditionellen Medizin gibt es viele anekdotische Berichte zur therapeutischen Anwendung von Heilpflanzenzubereitungen bei Infektionen mit verschiedenen Bakterien (z. B. Streptokokken, Staphylokokken, Pseudomonaden) und Viren (z. B. Herpesviren, Erkältungsviren). In breit angelegten experimentellen Studien konnten die Forscher die Wirksamkeit von ätherischen Ölen, wie z. B. Kamillenöl, Rosmarinöl, Teebaumöl, Pfefferminzöl, Manukaöl und wässrigen/alkoholischen Extrakten von Arzneipflanzen, wie z. B. Melisse, Salbei, Pfefferminze gegen krank-machende-Bakterien, Sprosspilze und Herpesviren wissenschaftlich nachweisen. Darüber hinaus konnten in vielen Fällen sowohl die antibakteriell als auch die antiviral wirksamen Einzelsubstanzen identifiziert werden.

Einige der untersuchten ätherischen Öle, wie z. B. Teebaumöl, zeigten eine starke bakterizide Wirkung gegen Antibiotika resistente Stämme von Staphylococcus aureus (MRSA), ein Problemkeim in Kliniken, der zu sehr hohen Behandlungskosten führt und nur schwer mit Antibiotika therapiert werden kann. In den Untersuchungen hat sich Kamillenöl als stark viruzid gegen Acyclovir-resistente als auch Acyclovir–sensible Herpes simplex Viren vom Typ1 erwiesen. Dieses Ergebnis eröffnet die therapeutische Option zur äußerlichen (topischen) Anwendung von Kamillenölzubereitungen auch bei Patienten, bei denen Lippenherpes mit herkömmlichen Medikamenten auf der Basis von Nukleosidanaloga nicht mehr therapierbar ist.

Die Kneipp-Therapie als ganzheitliches Therapiekonzept baut auf fünf Säulen auf: Bewegung, Ernährung, Ordnung, Wasser und Pflanzen. Das Ziel des ganzheitlichen Therapiekonzeptes besteht in erster Linie darin, das körpereigene Abwehrsystem zu stärken und die Selbstheilungskräfte zu fördern.

Die vielfältigen Zubereitungen aus Heilpflanzen werden in diesem ganzheitlichen Therapiekonzept im Sinne einer unterstützenden therapeutischen Maßnahme eingesetzt. So können z. B. ätherische Öle durch ihre antimikrobielle Wirkung dazu beitragen, dass das köpereigene Abwehrsystem/Immun-system wieder in die Lage versetzt wird, die infektionsauslösenden Bakterien und Viren zu eliminieren bzw. abzutöten.

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Größte Schulklasse der Welt: Metropolregion Rhein-Neckar will Guinness-Rekord aufstellen – 12 Mai 2008

Verfasst von heddesheim am Januar 15, 2009

100.000 Schüler der 3. bis 6. Klasse der Metropolregion sind aufgerufen, an einem Guinness-Rekordversuch teilzunehmen. Am Nachmittag des 12. Mai 2009 soll sich die SAP ARENA in die wohl größte Schulklasse der Welt verwandeln. Auch der Unterricht ist alles andere als alltäglich. Auf dem Stundenplan stehen Bewegung und Ernährung, den die Sportregion Rhein-Neckar will mit einer beispielhaften Aktion die körperliche und geistige Gesundheit von Kindern verbessern. „Klassenlehrer“ Professor Dietrich Grönemeyer, Autor des Bestsellers Der kleine Medicus, vermittelt auf unterhaltsame Weise Erkenntnisse über das Zusammenspiel von Körper, Seele und Geist: „Wer sich bewegt, aktiviert die motorischen Zentren seines Gehirns und erhöht so gleichzeitig die Lernfähigkeit“, erklärt Prof. Grönemeyer.

Prof. Dietrich Grönemeyer

Mitmachen ist einfach

Ein kurzes Quiz sichert die Teilnahme am Top-Event. Der Zeitaufwand beträgt circa 5 Minuten. Die entsprechenden Unterlagen und weitere Informationen werden seit 12. Januar 2009 an sämtliche Schulleiter der Metropolregion Rhein-Neckar verschickt und finden sich zudem auf der Website der Initiative www.fitkidsfuermorgen.de. Alternativ oder ergänzend zum Quiz können sich die Klassen an einem Ideenwettbewerb beteiligen. Bereits eine DIN A4-Seite mit Vorschlägen, wie sich die körperliche Gesundheit im Schullalltag durch Ernährung und Fitness verbessern ließe genügt. Die besten Ideen werden dann am 12. Mai im „Klassenzimmer“ der SAP ARENA prämiert. Anmeldeschluss für das Quiz und den Ideenwettbewerb ist der 31. Januar 2009.

Stars im SAP „Klassenzimmer“

Live-Auftritte von den neuen Popstars „Queensberry“, Shooting-Star Jimi Blue Ochsenknecht, Tigerenten-Club-Moderator Malte und die Breakdance-Weltmeister versprechen ein ebenso aufregendes wie bewegtes Rahmenprogramm in der SAP ARENA. Aber auch wenn am 12. Mai Unterhaltung und Spaß im Vordergrund stehen – der Hintergrund ist ein ernster: „Kinder müssen immer häufiger zum Arzt, weil sie an vermeidbaren Zivilisationskrankheiten leiden. Die Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel und Übergewicht ist eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte“, sagt Prof. Grönemeyer, der sich seit vielen Jahren für die Gesundheitsförderung von Kindern bzw. Gesundheitsunterricht an Schulen einsetzt.

Prominente Schirmherren unterstützen „Fit Kids für morgen!“

Schirmherren der Aktion sind Kurt Beck, Roland Koch und Günther Oettinger. Die Ministerpräsidenten der Länder Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Würtemberg setzen auf eine länderübergreifende Zusammenarbeit, um Kinder dauerhaft zu einer bewussten und gesünderen Lebensweise zu bewegen.

Auch Wirtschaftsunternehmen der Metropolregion Rhein-Neckar, allen voran die BASF und die SAP AG, unterstützen die Initiative maßgeblich. Als Kompetenzpartner bringt sich die Techniker Krankenkasse ein und bereichert die Initiative mit ihren umfangreichen Erfahrungen auf dem Gebiet der Gesundheitsförderung an Schulen. Weitere Sponsoren sind die Stadt Mannheim, die Heidelberger Druckmaschinen AG, die Unternehmensgruppe Pfitzenmeier, der Verkehrsverbund Rhein-Neckar, die Odenwald-Quelle GmbH und die Südzucker AG. Als Medienpartner unterstützen Radio Regenbogen und Rhein-Neckar-Fernsehen die Initiative „Fit Kids für morgen“.

Anmeldung und weitere Infos sind hier.

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Keine Widerrede!- Vortrag & Diskussion mit Amy Goodman

Verfasst von heddesheim am Dezember 11, 2008

„An Orte gehen, über die geschwiegen wird, das ist die Aufgabe des Journalisten. All den Menschen eine Stimme zu geben, die von den Mächtigen vergessen, im Stich gelassen und unterdrückt worden sind. Das ist für mich der beste Grund, unsere Notizblöcke, Kameras und Mikrofone in unsere unmittelbare Umgebung und überallhin in die Welt mitzunehmen“, so beschreibt Amy Goodman ihre Vorstellung davon, was die Aufgabe eines echten Journalisten sei. Sie arbeitet für Pacifica Radio, das einzige unabhängige Mediennetzwerk in den Vereinigten Staaten. Es wurde 1949 von Lew Hill gegründet, einem Pazifisten und Wehrdienstverweigerer im Zweiten Weltkrieg. Als er nach dem Krieg aus der Haft in einem Internierungslager entlassen wurde, war er der Meinung, die Vereinigten Staaten benötigten Medien, die nicht von kriegsgewinnlerischen Großkonzernen betrieben werden.
Das hat sich auch heute nicht geändert, wie dieses Buch auf erschütternde Weise zeigt. Amy Goodman und ihr Bruder David reden in diesem Buch offen über die beängstigenden Verquickungen zwischen Regierung und Massenmedien – und über die katastrophalen Folgen für die objektive Berichterstattung, besonders in Kriegszeiten.

Eine Würdigung erfuhr Amy Goodman erst unlängst: Sie erhielt für ihre Arbeit den Alternativen Nobelpreis 2008.

Veranstaltungshinweis

Freitag, 12. Dezember 2008, 18:30 Uhr, Berlin
Vortrag & Diskussion mit Amy Goodman
zum Buch Keine Widerrede! Warum die Medien aalglatte Politiker und Kriegstreiber lieben
Humboldt Universität zu Berlin, Unter den Linden 5, Raum 1070, D-10117 Berlin

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Schlafende Stammzellen für den Notfall

Verfasst von heddesheim am Dezember 5, 2008

Eine kleine Gruppe von Stammzellen im Knochenmark verschläft fast das ganze Leben. Erst Verletzungen oder Blutverlust erwecken sie zur Aktivität: Unverzüglich beginnen sie mit der Zellteilung, bis der Verlust an Blutzellen wieder ausgeglichen ist. Die Möglichkeit, diese schlafenden Stammzellen gezielt aufzuwecken, eröffnet neue Perspektiven für die Krebstherapie, wie Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum sowie aus der Ecole Polytechnique Fédérale und dem Ludwig Institute for Cancer Research in Lausanne in den neuesten Ausgaben der Zeitschriften „CELL“ und „CELL Stem Cell“ veröffentlichen.

Viele spezialisierte Zellen, etwa in der Haut, Darmschleimhaut oder im Blut, haben nur eine Lebensspanne von wenigen Tagen. Für die Funktionsfähigkeit dieser Gewebe ist daher ein steter Nachschub an spezialisierten Zellen unerlässlich. Zuständig dafür sind die sogenannten „adulten“ Stammzellen, die auch als Gewebestammzellen bezeichnet werden.

Stammzellen zeichnen sich durch zwei entscheidende Charakteristika aus: Sie können zu all den verschiedenartigen Zelltypen ausdifferenzieren, aus denen ihr jeweiliges Gewebe aufgebaut ist – eine Eigenschaft, die man als Pluripotenz bezeichnet. Zum anderen müssen sie sich selbst erneuern, um lebenslang Nachschub an spezialisierten Gewebezellen liefern zu können. Am besten untersucht sind diese Vorgänge bei den Blutstammzellen im Knochenmark der Maus.

Wissenschaftler gingen bislang davon aus, dass adulte Stammzellen eine geringe Teilungsrate haben. Damit, so die Theorie, schützen sie ihr Erbgut vor Mutationen, die sich besonders im Verlauf einer Zellteilung ereignen und zur Entartung in eine Tumorstammzelle führen können. Doch über die tatsächliche Anzahl der Teilungen einer Blutstammzelle während der Lebensspanne des Organismus herrschte Unklarheit.

Professor Dr. Andreas Trumpp und Dr. Anne Wilson entdeckten nun im Knochenmark der Maus eine Gruppe von Stammzellen, die fast lebenslänglich in einer Art Schlafzustand verharrt. Trumpp, der seit Sommer 2008 die Abteilung Zellbiologie im Deutschen Krebsforschungszentrum leitet, führte diese Untersuchungen an der Ecole Polytechnique Fédérale in Lausanne, Schweiz durch, gemeinsam mit Kollegen im ebenfalls dort ansässigen Ludwig Institute for Cancer Research.

Die Wissenschaftler markierten das Erbgut aller Blutzellen der Maus und untersuchten anschließend, wie lange diese Markierung in Stammzellen erhalten bleibt: Bei jeder Teilung wird das Erbgut auf die Tochterzellen verteilt, und die Markierung dünnt daher aus. Dabei entdeckten sie die schlafenden Stammzellen, die sich während des gesamten Lebens der Maus nur etwa fünfmal teilen. Auf den Menschen übertragen, entspräche dies nur einer Zellteilung innerhalb von 18 Jahren. Die längste Zeit über verharren diese Zellen, die nur etwa 15 Prozent der gesamten Stammzellpopulation ausmachen, in einer Art Schlafzustand mit sehr niedrigem Stoffwechsel. Dagegen teilen sich die Stammzellen der größeren Gruppe, die „aktiven“ Stammzellen, kontinuierlich etwa jeden Monat.

Tritt jedoch eine Notfall-Situation ein, wie etwa eine Verletzung des Knochenmarks, oder wird der Botenstoff G-CSF ausgeschüttet, so erwacht die schlafende Zellpopulation. Einmal geweckt, zeigt sie das höchste Potenzial zur Selbsterneuerung, das bisher bei Stammzellen beobachtet wurde. Werden sie in bestrahlte Mäuse transplantiert, so ersetzen sie deren zerstörtes Knochenmark und stellen das gesamte blutbildende System wieder her. Aus den transplantierten Tieren können erneut schlafende Stammzellen isoliert werden, die in der Lage sind, Knochenmark zu ersetzen – dies gelingt mehrfach in Serie. Anders die Situation bei den aktiven Stammzellen – hier gelingt der Knochenmarks-Ersatz nur ein einziges Mal.

„Wir gehen davon aus, dass die schlafenden Stammzellen im gesunden Organismus kaum eine Rolle spielen“, erläutert Andreas Trumpp. „Der Körper behält seine „potentesten“ Stammzellen als stille Reserve für Notfallsituationen und versteckt sie im Knochenmark in Höhlen, auch Nischen genannt. Wird das Knochenmark geschädigt, so beginnen sie sofort, sich täglich zu teilen, weil schnell neue Blutzellen benötigt werden.“ Sobald die ursprüngliche Zellmenge wieder hergestellt und das Knochenmark repariert ist, fallen diese Stammzellen erneut in den Tiefschlaf. Die größere Population der „aktiven“ Stammzellen dagegen erhält das physiologische Gleichgewicht der Blutzellen im gesunden Normalzustand aufrecht.

Andreas Trumpp geht davon aus, dass diese Ergebnisse wichtige Impulse für das Verständnis der Krebsstammzellen geben können: „Auch Krebsstammzellen verharren vermutlich die meiste Zeit über in einem Schlafzustand – wahrscheinlich ist dies einer der Gründe, warum sie resistent gegen viele Chemotherapien sind, die auf schnell wachsende Zellen abzielen. Könnten wir diese Schläfer wecken, bevor der Patient behandelt wird, wäre es eventuell möglich, erstmals auch Krebsstammzellen zu eliminieren und damit die Erkrankung viel effektiver zu behandeln, da die Nachschubbasis zerstört wird.“

In einer weiteren Arbeit* zeigt Dr. Elisa Laurenti aus Andreas Trumpps Team, dass die beiden Krebsgene c-Myc und N-Myc für die Funktion der Stammzellen unerlässlich sind. Die beiden Gene liefern die Bauanleitung für so genannte Transkriptionsfaktoren, die ihrerseits die Aktivität anderer Gene regulieren und vor allem in Krebszellen überaktiv sind.
Werden in Mäusen c-Myc und N-Myc zugleich ausgeschaltet, so leiden die Tiere schnell unter einem generellen Mangel an Blutzellen, an dem sie nach kurzer Zeit bereits versterben.

Die beiden Gene sind nicht nur für das Überleben fast aller Blutzellen verantwortlich, sondern kontrollieren außerdem gemeinsam die beiden wichtigsten Eigenschaften der Stammzellen – die Fähigkeit zur Selbsterneuerung sowie das Potenzial, differenzierte Blutzellen zu produzieren. Dieses Ergebnis ist nicht nur wichtig für das Verständnis der Stammzellen, sondern erklärt auch, welchen Schaden überaktive Myc-Gene anrichten können, erläutert Andreas Trumpp: „Auch in Tumoren sind c-Myc und N-Myc vermutlich für die Selbsterneuerung der Krebsstammzellen und damit für das unkontrollierte Wachstum verantwortlich.“

Anne Wilson; Gabriela Oser; Richard van der Wath; William Blanco; Elisa Laurenti; Maike Jaworski; Cyrille Durant; Leonid Eshkind; Ernesto Bockamp; Pietro Lio; Robson MacDonald und Andreas Trumpp: Hematopoietic stem cells reversibly switch from dormancy to self-renewal during homeostasis and repair. CELL 2008, DOI 10.1016/j.cell.2008.10.048

*Elisa Laurenti, Barbara Varnum-Finney, Anne Wilson, Isabel Ferrero, William E. Blanco-Bose, Armin Ehninger, Paul S. Knoepfler, Pei-Feng Cheng, H. Robson MacDonald, Robert N. Eisenman, Irwin D. Bernstein und Andreas Trumpp: Hematopoietic Stem Cell Function and Survival Depend on c-Myc and N-Myc Activity. CELL Stem Cell 2008, DOI 10.1016/j.stem.2008.09.005


Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat die Aufgabe, die Mechanismen der Krebsentstehung systematisch zu untersuchen und Krebsrisikofaktoren zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen zu neuen Ansätzen in Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen führen. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) e.V.

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Honig hilft bei Problemwunden: „Medihoney“ wirkt oft sogar besser als Antibiotika

Verfasst von heddesheim am November 21, 2008

Ein Jahrtausende altes Hausmittel kommt zu neuen Ehren: Honig hilft bei bestimmten Wunden besser als die modernsten Antibiotika. Mediziner der Universität Bonn sammeln seit einigen Jahren überwiegend positive Erfahrungen mit dem so genannten Medihoney. Selbst chronische Wunden, die mit multiresistenten Bakterien infiziert waren, heilten oft binnen weniger Wochen. Zusammen mit Kollegen aus Düsseldorf, Homburg und Berlin wollen sie ihre Erfahrungswerte nun in einer groß angelegten Studie absichern. Denn objektive Daten zur Heilkraft von Honig sind rar.

Dass Honig die Wundheilung fördern kann, wussten die alten Ägypter schon vor mehreren tausend Jahren. Auch in den beiden Weltkriegen sorgten Umschläge aus Honig dafür, dass die Verletzungen der Soldaten besser heilten. Die aufkommenden Antibiotika verdrängten das Hausmittel jedoch. „Heute sind wir in der Klinik mit Keimen konfrontiert, die gegen fast alle gängigen Antibiotika resistent sind“, erklärt Dr. Arne Simon. „Damit wird medizinischer Honig für die Wundpflege wieder interessant.“

Simon arbeitet auf der Krebsstation der Bonner Universitäts-Kinderklinik. Was die Wundversorgung anbelangt, zählen seine kleinen Patienten zur Hochrisikogruppe: Medikamente gegen Krebs, die so genannten Zytostatika, bremsen nicht nur die Vermehrung bösartiger Zellen, sondern stören auch die Wundheilung. „Normalerweise heilt eine Hautverletzung in einer Woche, bei den Kindern dauert es oft einen Monat oder mehr“, sagt er. Leukämiekranke Kinder haben zudem ein geschwächtes Immunsystem. Gelangt durch eine Wunde ein Krankheitskeim in ihre Blutbahn, kann daher eine tödliche Blutvergiftung die Folge sein.

Seit einigen Jahren setzen die Bonner Kinderärzte Medihoney in der Wundpflege ein; in Deutschland sind sie damit Vorreiter. Medihoney trägt das CE-Siegel für Medizinprodukte; seine Qualität wird regelmäßig überprüft. Der Erfolg ist erstaunlich: „Abgestorbenes Gewebe wird schneller abgestoßen, und die Wunde heilt schneller“, betont Kai Sofka, Wundpflegespezialist an der Uni-Kinderklinik. „Außerdem bereitet der Verbandswechsel weniger Schmerzen, weil sich die Umschläge leicht entfernen lassen, ohne die neu gebildeten Hautschichten zu verletzen.“ Normalerweise riechen manche Wunden unangenehm – eine enorme Belastung für den Patienten. Der Honig hilft auch hier, indem er geruchsmindernd wirkt. „Selbst Wunden, die über Jahre partout nicht heilen wollten, lassen sich nach unserer Erfahrung mit Medihoney in den Griff bekommen – und das oft innerhalb weniger Wochen“, sagt Sofka.

Mittlerweise nutzen zwei Dutzend Kliniken in Deutschland Honig in der Wundversorgung. Trotz aller Erfolge gibt es bislang nur sehr wenige belastbare klinische Studien zu seiner Wirksamkeit. Zusammen mit Kollegen aus Düsseldorf, Homburg und Berlin wollen die Bonner Ärzte nun Abhilfe schaffen. Mit der selbst entwickelten Woundpecker-Datenbank werden sie in den nächsten Monaten über 100 Krankheitsverläufe dokumentieren und auswerten. In einem weiteren Schritt sind vergleichende Studien mit anderen Behandlungsmethoden wie den sehr teuren kationischen Silberverbänden geplant. „Auch diese sind antibakteriell wirksam“, sagt Dr. Arne Simon. „Allerdings ist noch nicht klar, ob das von einigen Verbänden freigesetzte Silber gerade bei Kindern zu Nebenwirkungen führen kann.“

Wirksamer Bakterienkiller

Dass Medihoney sogar multiresistenten Keimen wie den so genannten MRSA den Garaus macht, ist schon bewiesen. Der Honig liefert sich in dieser Hinsicht sogar ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Antibiotikum Mupirocin – das ist momentan das lokale MRSA-Antibiotikum der Wahl. Das zeigt eine Studie, die kürzlich von Forschern in Australien veröffentlicht wurde. In einem Punkt war Medihoney seinem Konkurrenten sogar überlegen: Die Bakterien entwickelten im Laufe der Behandlung keine Resistenz gegen das Naturprodukt.

Auch wieso Honig antiseptisch wirkt, weiß man heute: Die Bienen setzen bei der Produktion ein Enzym namens Glucose-Oxidase hinzu. Dieses Enzym sorgt dafür, dass aus dem Zucker im Honig permanent in kleinen Mengen Wasserstoffperoxid entsteht, ein wirksames Antiseptikum. Der Vorteil gegenüber Wasserstoffperoxid aus der Apotheke: Da es ununterbrochen nachgebildet wird, reichen bereits geringe Konzentrationen aus, um die Wundbakterien zu töten. Normalerweise müsste man viel größere Mengen verwenden, da Wasserstoffperoxid mit der Zeit an Wirksamkeit einbüßt. In großen Konzentrationen schädigt es aber nicht nur die Bakterien, sondern auch die Hautzellen.

Medihoney besteht zudem aus zwei verschiedenen Honigsorten: Einer, die vergleichsweise viel Wasserstoffperoxid bildet, und einem so genannten „Leptospermum-Honig“. Leptospermum ist eine Baumgattung, die in Neuseeland und Australien vorkommt. Honig von diesen Bäumen wirkt besonders stark antibakteriell, und das selbst noch in einer zehnprozentigen Verdünnung. „Woran das genau liegt, weiß man noch nicht“, sagt Dr. Arne Simon. „Wahrscheinlich handelt es sich dabei um einen Mix phenolartiger Substanzen, die aus der Pflanze stammen und die den Wundbakterien zusätzlich das Leben schwer machen.“

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Frauen und Rauchen in Deutschland

Verfasst von heddesheim am Oktober 15, 2008

Wenn Frauen rauchen wie Männer, dann sterben sie auch wie Männer. Raucherinnen und Raucher verlieren durchschnittlich zehn Lebensjahre. Der neue Report aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum verdeutlicht, dass Frauen empfindlicher auf die Schadstoffbelastungen durch Rauchen und Passivrauchen reagieren als Männer.

Rauchende Frauen haben nicht nur ein höheres Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen und Osteoporose. Rauchen beeinflusst auch den Menstruationszyklus und die Fruchtbarkeit. Rauchen in der Schwangerschaft erhöht das Risiko für Gesundheitsschäden bereits bei Ungeborenen. Kinder rauchender Mütter und Väter leiden vermehrt an Atemwegserkrankungen, Asthma und Mittelohrentzündungen.

Besorgniserregend ist, dass der Lungenkrebs, der als typischer „Raucherkrebs“ bei Männern galt, seit etwa zehn Jahren bei den Frauen kontinuierlich ansteigt. In Deutschland ist Lungenkrebs die häufigste Krebstodesursache bei Männern und die dritthäufigste Krebstodesursache nach Brust- und Darmkrebs bei Frauen mit jährlich über 12.000 Todesfällen. Da 80 bis 90 Prozent der Todesfälle durch Lungenkrebs auf das Rauchen zurückzuführen sind, ist dieser Krebs vermeidbar.

Der Report zeigt auf, dass die durch Tabakrauch bedingten Erkrankungen und vorzeitigen Todesfälle verhindert werden können, indem Maßnahmen ergriffen werden, die nachgewiesenermaßen zu einem dauerhaften Rückgang des Tabakkonsums führen – dies sind vor allem drastische Tabaksteuererhöhungen, Schutz vor Passivrauchen, umfassende Tabakwerbeverbote, Hilfen für Raucher zur Tabakentwöhnung sowie große bildliche Warnhinweise auf allen Tabakprodukten.

Diese Maßnahmen sind das Kernstück des Rahmenübereinkommens der Weltgesundheitsorganisation zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (Framework Convention on Tobacco Control – FCTC). Deutschland hat diese Konvention unterschrieben und ratifiziert und sich damit ebenso wie inzwischen 160 Länder weltweit für eine konsequente Verminderung des Tabakkonsums ausgesprochen – eine Verpflichtung zum Handeln.

Der Report kann hier eingesehen werden.


Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat die Aufgabe, die Mechanismen der Krebsentstehung systematisch zu untersuchen und Krebsrisikofaktoren zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen zu neuen Ansätzen in Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen führen. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) e.V.

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Nobelpreis für Medizin an Harald zur Hausen

Verfasst von heddesheim am Oktober 7, 2008

Harald zur Hausen wird mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Zur Hausen, der langjährige Vorstandsvorsitzende des Deutschen Krebsforschungszentrums, eines Mitglieds der Helmholtz-Gemeinschaft, erkannte, dass Gebärmutterhalskrebs durch Virusinfektionen ausgelöst wird. Seine Forschung hat es ermöglicht, einen Impfstoff gegen die dritthäufigste Krebserkrankung bei Frauen zu entwickeln. Zur Hausen erhält die eine Hälfte des Nobelpreises, die andere geht an Françoise Barré-Sinoussi and Luc Montagnier für die Entdeckung des HI-Virus, der die AIDS-Erkrankung auslöst.

Zur Hausen vermutete bereits vor mehr als dreißig Jahren einen Zusammenhang zwischen Infektionen mit humanen Papilloma-Viren und Gebärmutterhalskrebs. Anfang der 1980er Jahre konnte er mit seiner Arbeitsgruppe erstmals die Virentypen HPV 16 und HPV 18 aus einer Gebärmutterhalskrebsprobe isolieren.
„Wir sind ungeheuer stolz. Stolz auf Harald zur Hausen, auf seine großartige wissenschaftliche Leistung. Wir sind stolz darauf, dass er mit den Früchten seiner Arbeit einen wesentlichen Beitrag zur Krebsprävention leisten konnte. Harald zur Hausen hat eine damals ganz neue Hypothese aufgestellt und sie gründlich überprüft und dadurch einen ungeheuren Fortschritt für die Gesundheit der Frauen erreicht“, sagt Prof. Dr. Otmar D. Wiestler, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums. Sein Vorstandskollege Dr. Josef Puchta ergänzt: „Dieser Preis wird für die Arbeit eines herausragenden wissenschaftlichen Lebenswerks verliehen. Wir freuen uns, dass wir mit Harald zur Hausen erleben dürfen, wie innerhalb dieses Forscherlebens eine wissenschaftliche Idee ihren Weg in die medizinische Anwendung gefunden hat.“
Der Impfstoff, der aus der Grundlagenforschung aus zur Hausens Labor hervorging, ist seit kurzem auch in Deutschland zugelassen und ein hervorragendes Beispiel für erfolgreichen Technologietransfer aus der Grundlagenforschung.

Zur Hausen wurde 1936 geboren und studierte Medizin. Nach seiner Promotion arbeitete er am Institut für medizinische Mikrobiologie der Universität Düsseldorf, wechselte dann an das Virus Laboratories des Children’s Hospital in Philadelphia und habilitierte sich 1969 an der Universität Würzburg. 1972 wurde er als Professor für Klinische Virologie an die Universität Erlangen-Nürnberg berufen, 1977 folgte er einem Ruf auf den Lehrstuhl für Virologie und Hygiene der Universität Freiburg. Von 1983 bis 2003 war Harald zur Hausen Vorsitzender und Wissenschaftliches Mitglied des Stiftungsvorstands des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Unter zur Hausens Führung erweiterte das Krebsforschungszentrum seine Zusammenarbeit mit Universitätskliniken: Die Klinischen Kooperationseinheiten sichern die Verzahnung von Grundlagenforschung und klinischer Medizin, um Forschungsergebnisse so schnell wie möglich in die Praxis zu übertragen.

Harald zur Hausen wurde bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Prince Mahidol Award 2006 oder der Deutsche Krebshilfe Preis 2007, und ist Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes.

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Carl O. Simonton – Vortrag und Seminar in Heidelberg und Stuttgart – Oktober 2008

Verfasst von heddesheim am August 22, 2008

Auf Einladung der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK) kommt der bekannte amerikanische Psychoonkologe Dr. Carl O. Simonton nach Deutschland. Am 21. und 23. Oktober 2008 berichtet er bei Vortragsveranstaltungen in Heidelberg und Stuttgart über den großen Einfluss der Psyche auf den Heilungsprozess bei Krebs und gibt am 25./26.10 2008 ein Seminar für Patienten in Heidelberg.


Dr. Simonton stellt das von ihm entwickelte Konzept der Visualisierung vor. Mit der Visualisierung können sich Krebspatienten ihre inneren Kraftquellen vergegenwärtigen und so über die vom Arzt hinaus verordnete Behandlung ihre Gesundung mental unterstützen. Die Visualisierung ist inzwischen ein anerkanntes Instrument in der Psychoonkologie.

Mit Visualisierung meint Dr. Simonton die Vergegenwärtigung der eigenen Vorstellungen, die wir bewusst oder unbewusst produzieren. Dr. Simonton ist überzeugt, dass durch den Einklang von Meinungen, Gefühlen, Verhalten und Lebensstil eine Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele entsteht. Die ganzheitliche Harmonie ist ein wichtiger Faktor, der die Gesundheit beeinflusst. Für die Lenkung des Gesundungsprozesses ist es daher entscheidend, dass Patienten positive Ziele und Wünsche entwickeln, Glaubenssätze bilden und Mitverantwortung für ihre Gesundung übernehmen. Das sind innere Kraftquellen, die helfen, aktiv eine bessere Übereinstimmung mit den Bedürfnissen von Körper und Seele anzustreben.

Dr. Simonton arbeitet seit über dreißig Jahren mit Krebspatienten und zählt international zu den anerkanntesten Psychoonkolgen. Er ist Facharzt für Strahlenkunde, Onkologe und Leiter des Simonton Cancer Centers in Malibu (USA). Weltweit orientieren sich Krebs- und Rehakliniken nach seinen Gesundheitskonzepten. Simontons Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Mit der Veranstaltung setzt die GfBK ihre lose Vortragsreihe über Erfahrungen, Behandlungen und Strategien bei Krebs fort. Die Referenten kommen aus unterschiedlichen Gebieten wie Medizin, Philosophie, Religion und Psychologie. Vor Simonton hatte zuletzt der bekannte Benediktinermönch Pater Anselm Grün bei der GFBK referiert.

Programm Dr. Carl O. Simonton

Vortrag (Heidelberg) „Vertrauen in die innere Weisheit“
Datum 21. Oktober 2008
Zeit 19.30-21.15 Uhr
Ort Neue Universität Heidelberg, Hörsaal 13,
Universitätsplatz/Altstadt, 69117 Heidelberg
Eintritt 9,00 Euro (5,00 Euro für Mitglieder)

Seminar (Heidelberg) „Ganzheitliche Beratung des Krebskranken“
Datum + Zeit Samstag, 25.10.2008, 9.30–17.00 Uhr und
Sonntag, 26.10.2008, 10.00–18.00 Uhr
Ort Palais Prinz Carl, gegenüber Rathaus,
Kornmarkt 1, 69117 Heidelberg
Eintritt 140,00 Euro, 160,00 Euro für Ärzte/Therapeuten
(Mitglieder der GfBK ermäßigt)

Vortrag (Stuttgart) „Visualisieren, Selbstheilungsprozesse und ganzheitliche
Krebsberatung“

Datum 23. Oktober 2008
Zeit 19.00-21.30 Uhr
Ort Haus der Wirtschaft, Willi-Bleicher-Str. 19,
70174 Stuttgart
Eintritt 14,00 Euro (9,00 Euro für Mitglieder)

Anmeldung Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr
Telefon: 06221 – 138020

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